Raiffeisenbank bleibt eigenständig

Geldinstitut verzichtet auf Fusion mit der Raiba Roth-Schwabach

Feucht

Es wird keine Fusion der Raiffeisenbank Altdorf-Feucht mit den Nachbarn in Schwabach geben. Das ist das für viele Beobachter überraschende Ergebnis der jetzt abgeschlossenen Sondierungsgespräche. „Es hat sich herausgestellt, dass bei der aktuellen Ausgangssituation die Synergieeffekte deutlich geringer sind als ursprünglich erwartet“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Raiba Altdorf-Feucht, Manfred Göhring, im Gespräch mit dem Boten.

Beide Banken zeichnet aus, ergänzte Vorstand Walter Engelhardt, dass deren Geschäftszahlen deutlich über dem Durchschnitt der Branche liegen. Die Raiffeisenbank Roth-Schwabach ist zwar größer als Altdorf-Feucht, beide Banken ähneln sich aber in ihrer Struktur und waren für alle Beteiligten zunächst eigentlich ideale Partner für eine Fusion, mit der man den Herausforderungen der Zukunft begegnen und gemeinsam im Wettbewerb bestehen wollte. Je intensiver die Verantwortlichen dann aber in die Materie einstiegen, desto deutlicher wurden die Probleme, die ein Zusammengehen der beiden Banken mit sich bringen würden.

„Es gibt ganz einfach in beiden Häusern verschiedene Abläufe und verschiedene Kulturen“, fasst Manfred Göhring zusammen. Die Stärken der Raiffeisenbank Altdorf-Feucht habe man erhalten wollen, ebenso wie die Partner in Schwabach bei ihren Stärken keine Abstriche machen wollten.

„Wir hatten eine Reihe von Verbesserungen geplant, haben dann aber gesehen, dass sich das nicht erreichen ließ“, sagt Göhring und betont, dass die beiden Banken so gut aufgestellt sind, dass sie problemlos auf die Fusion verzichten und getrennt weiter marschieren können. Gab es Unstimmigkeiten während der Sondierungsgespräche? Keineswegs, betonen Engelhardt und Göhring unisono. Man sei in der Sondierung sehr gut vorangekommen und habe sich auf viele Einzelheiten bereits gemeinsam einigen können, gescheitert sei das Vorhaben letztlich an der Vielzahl von nicht kompatiblen Details.

Immerhin: Die Sondierungsgespräche haben für beide Seiten mit dem Blick in die Arbeitsvorgänge beim jeweiligen Nachbarn einen nicht zu unterschätzenden Vorteil für die beiden Banken gebracht. Für alle Zukunft ausschließen wollen Göhring und Engelhardt eine Fusion mit einer anderen Raiffeisenbank deshalb auch nicht. Mittelfristig allerdings werden die beiden Geldinstitute eigenständig bleiben, eine Nachricht, die von den Mitarbeitern in Feucht mit großer Freude aufgenommen wurde.

Die Raiffeisenbank Altdorf-Feucht hat 22 000 Kunden, die Raiffeisenbank Roth-Schabach 30 000 Kunden.  

 

v.l.n.r.: stv. Vorstandsvorsitzender Walter Engelhardt, Vorstandsvorsitzender Manfred Göhring (Raiffeisenbank Altdorf-Feucht eG)

Quelle:

Der Bote, September 2017

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