Lachen und spenden für einen guten Zweck

300 Gäste erlösen rund 10.000 Euro bei Benefiz-Veranstaltung in Altdorf

Altdorf

Locker vom Hocker“ heißt das aktuelle Solo-Programm des Fürther Komikers Volker Heißmann. Ein Motto, das hervorragend passt, anlässlich des Benefiz-Auftritts im Innenhof der ehemaligen Universität, zugunsten der Frühförderung des Wichernhauses Altdorf und der „Aktion-Schutzbengel“. Vor über 300 Gästen begeisterten der routinierte Künstler und der Pianist Stefan Porzner durch eine unterhaltsame Mischung aus fränkischem Witz, nachdenklichen Erzählungen, bissigen Seitenhieben, gefühlvollen Gesangseinlagen sowie spontanen Zwiegesprächen mit dem Publikum.

„Volker Heißmann ist schon ein Zugpferd, aber dass heute Abend so viele Zuschauer zusammengekommen sind, dass das Wetter so gut hält und alles so gut zusammenpasst, das freut uns natürlich sehr“, so Diakon Volker Deeg, der zugleich Regionalleiter Nürnberger Land der Rummelsberger Diakonie und Mitglied der Geschäftsleitung Rummelsberger Dienste für Menschen mit Behinderung ist.

„Ich finde es einmalig, wie leichtfüßig der Heißmann das Publikum und das ganze Wichernhaus mit einbezieht und auf alles eingeht, was um ihn herum passiert“, so Deeg weiter.

„Und es passiert ja auch so einiges“, fügt Olaf Forkel hinzu, Sprecher der Aktion-Schutzbengel und Mitglied der Geschäftsleitung Rummelsberger Dienste für Junge Menschen.

Tatsächlich haben es sich einige Bewohner des Wichernhauses und der Nachbarschaft an ihren Fenstern bequem gemacht, um den Künstler in Aktion zu sehen. Gelegentlich spazieren Menschen hinter der Bühne vorbei – einmal inklusive Bollerwagen. Immer wieder hält der Künstler inne, um dem Glockengeläut der Universitätsuhr zu lauschen.  

Es sind viele kleine Unterbrechungen, die Heißmann charmant und spontan kommentiert. Das Publikum lacht herzlich über seine Anekdoten und Witze, in denen er über seine Jugend, seine Schauspielerei oder die Arbeit beim Fernsehen erzählt. Als er Lieder von Udo Jürgens, Nat King Cole oder Frank Sinatra singt, merkt man dem Künstler an, dass es sich bei seinem Programm „Locker vom Hocker“ um ein Herzensprojekt handelt.

Der Abend steht zudem unter einem ausgesprochen guten Stern: Der Innenhof der ehemaligen Universität ist bis auf den letzten Platz gefüllt, die Stimmung ist großartig und das angekündigte Gewitter verschont die Benefiz-Veranstaltung.

60 Pflegekinder betreut

In der Pause werden die Frühförderung des Wichernhauses und die Aktion Schutzbengel kurz vorgestellt.

Die gemeinsamen Ziele der Organisationen sind, die Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen zu verbessern, Kindern mit Behinderungen und Entwicklungsverzögerungen zu helfen sowie Eltern und Betreuer zu unterstützen.

Besonders eindrucksvoll verkörpert diese wertvolle Arbeit Claudia Sigert, die inzwischen zum „Lebendinventar der Frühförderung Altdorf“ gehört, wie sie selbst sagt.

Zwei Großspenden

Seit 30 Jahren ist sie Pflegemutter und betreut derzeit ihr sechzigstes Kind. Sigert und die Leiterin der Frühförderung des Wichernhauses, Martina Zapf, nehmen auf der Bühne zwei Großspenden der Raiffeisenbank Altdorf-Feucht und des Lions Clubs Altdorf entgegen.

Gemeinsam mit den Einnahmen der Benefizveranstaltung kommen so rund 10.000 Euro für die Organisationen zusammen.

Ein gelungener Abend für die Gäste sowie ein großer Erfolg für die Organisatoren, Helfer, Sponsoren und natürlich auch für die Künstler Heißmann und Porzner.

 

v.l.n.r.: Diakon Volker Deeg, Walter Engelhardt, Manfred Göhring, Martina Zapf, Volker Heißmann, Claudia Sigert, Karl Schulz, Dr. Thomas Hildebrandt, Verleger Ullrich Bollmann vom Verlag „Der Bote", Olaf Forkel, Willi Hammerschmidt, Bürgermeister Erich Odörfer
Volker Heißman und Pianist Stefan Porzner spielten „Locker vom Hocker" im Hof der ehemaligen Universität Altdorf

Quelle:

Der Bote, Juli 2017

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