Erfolgreichstes Jahr der Unternehmensgeschichte

Raiffeisenbank erreichte 2014 ein Betriebsergebnis von 6,3 Millionen Euro – Bilanzsumme stieg um 5,7 Prozent

Altdorf/Feucht

Das Jahr 2014 war für die Raiffeisenbank Altdorf-Feucht eG wiederum ein sehr erfolgreiches. Vorstandsvorsitzender Manfred Göhring verwies mit seinem Stellvertreter Walter Engelhardt bei der Bilanzpressekonferenz auf einen „ungebrochenen Zufluss an Einlagen, hohe Kreditnachfrage und eine sehr gute Ertragslage. Wir sind mit dem Erreichten außerordentlich zufrieden.“ Die Kunden verfügen über Guthaben in Höhe von 352 Millionen Euro, 13 Millionen (3,7 Prozent) mehr als im letzten Jahr, weitere 254 Millionen sind in Aktien, Festverzinslichen, Versicherungen und Bausparverträgen angelegt. Noch größer als im Einlagenbereich sind die Steigerungsraten im Kreditgeschäft: 63 Millionen neue Kredite wurden ausgereicht, wobei der Schwerpunkt auf dem wohnwirtschaftlichem Sektor liegt. Die Bilanzsumme erhöhte sich auf 433 Millionen Euro (+5,7 Prozent) und beim Betriebsergebnis kann man mit 6,3 Millionen Euro das erfolgreichste Jahr der Unternehmensgeschichte vermelden.

Von den 352 Millionen Kundengeldern sind 161 Millionen auf täglich verfügbaren Konten „geparkt“. Nur 191 Millionen liegen noch auf klassischen Anlageprodukten wie Sparkonten, Wachstumsgeld, Festgeld oder Sparbrief. Manfred Göhring: „Kein Wunder, die Zinsstrukturkurve ist flach wie nie. Die EZB überschwemmt die Märkte mit Liquidität, zuletzt mit dem Kauf von Staatsanleihen. Wirkungsgrad gleich Null. Wachstum und Investitionen waren noch nie abhängig vom Zinsniveau. Niedrige Zinsen erleichtern die Entscheidung, sind jedoch kein Ersatz für Vertrauen in die Zukunft!“

Kreditnachfrage boomt

Saldiert mit den planmäßigen Tilgungen ist der Kreditbestand um 22 auf 298 Millionen Euro (+7,9 Prozent) gewachsen, fast doppelt so hoch wie das Wachstum in Bayern. Für Göhring ist das der Beweis, dass der Zugang zu Krediten bei der Raiffeisenbank offen wie eh und je ist Als zentrale Erfolgsfaktoren für die Wachstumsraten auf dem Wohnbausektor nennen die Vorstände die Nähe zum Kunden, Glaubwürdigkeit und Zuverlässigkeit, Beratungskompetenz, Kenntnis der Märkte und marktgerechte Zinssätze unter Ausschöpfung der Möglichkeiten öffentlicher Darlehen. Mittlerweile hefte sich zwar nahezu jede Bankengruppe ans Revers, sie sei die Bank des Mittelstandes, aber letztendlich stimme der Kunde darüber ab, wem er dieses Prädikat verleihe. „Mit 42 Prozent Kreditzuwachs in den letzten fünf Jahren meinen wir, in der Gunst der Kunden als Bank für den Mittelstand ziemlich weit vorne zu rangieren“, folgert daraus Manfred Göhring. Mit dem Koeffizienten von 1,47 Prozent im Betriebsergebnis (Durchschnitt 1,12 Prozent) hat sich die Raiffeisenbank Altdorf-Feucht mittlerweile in die Gruppe der Fünf-Prozent-besten-Genossenschaftsbanken in Bayern hochgearbeitet.

Die Mitglieder profitieren davon mit einer vierprozentigen  Dividende. Das Ergebnis resultiert insbesondere aus dem starken Kreditwachstum und dem hohen Anteil des Kreditgeschäftes an der Bilanzsumme. Manfred Göhring: „Dieser Rekordwert darf uns allerdings den Blick nicht verstellen, dass die gesamte Branche, und damit auch wir, in Relation zum Geschäftsvolumen beim Betriebsergebnis bereits in einen leichten Abwärtskanal münden. Die Niedrigzinsphase nagt an unseren Margen. Das wird sich fortsetzen.“

Dem wirke man bereits konsequent entgegen und versuche dies abzufedern mit internen sowie externen Maßnahmen. Intern erfolge dies durch straffe Organisation, schlanke Arbeitsabläufe, Mitarbeiterfort- und -ausbildung und extern durch Verbesserung in der Kundenberatung über EDV-gestützte genossenschaftliche Beratungsqualität. Auch auf der Internetschiene wurden das technische Handling und die Bedienerfreundlichkeit verbessert.

 

Omnikanalfähig

In einer weiteren Ausbaustufe werden erhebliche Beträge investiert, um die IT-Systeme vom Multikanal zum Omnikanal aufzurüsten. Der Kunde kann also künftig jeden Kommunikationsweg (Mobil, Internet, Telefon, Filiale ) abwechselnd nutzen, muss aber seine Daten nur einmal platzieren. „Omnikanalfähigkeit ist die Erwartungshaltung der Kunden, da wollen wir als Raiffeisenbank ganz vorne dabei sein“, formulieren die Vorstände die Strategie. Technische Neuerungen dürfen die Kunden auch bei Wertpapierorders erwarten, insbesondere Aktien. Die Internetanwendungen „Profi-Broker“ biete höchste Sicherheit, höchsten Komfort und höchsten Informationsgrad.

„Day-Trading-Aufträge werden damit zur Selbstverständlichkeit.“ Stolz ist man auf tausend neue Kunden in fünf Jahren, davon 300 im vergangenen Jahr, was im heiß umkämpften Bankenmarkt ein respektables Wachstum ist. Und man sieht auch für die Zukunft Potential, insbesondere im Jugendmarkt sieht man Nachholbedarf. Mittlerweile hat die Bank fast 10.000 Miteigentümer, 672 neue kamen 2014 dazu. 22.000 Kunden unterhalten 15.000 Girokonten, 44 Prozent davon werden online geführt, mit steigender Tendenz.

Neben dem finanziellen Engagement von über 31.000 Euro zeigten sich die Vorstände stolz darauf, dass sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf vielen Ebenen ehrenamtlich in Aufgaben zum Wohle des öffentlichen Lebens einbringen.

Dem Druck der öffentlichen Meinung nachgebend und zur Vermeidung eines Wettbewerbsnachteils wurde im Privatkundengeschäft der Überziehungszins beim Dispositionskredit gestrichen. Göhring und Engelhardt sehen dies aber weder Risiko- noch Aufwandsgerecht. „Aus Wettbewerbsgründen kommen wir jedoch nicht umhin.“ Aus Kostengründen werden sich die Volks- und Raiffeisenbanken von der Geldkarte verabschieden, weil dieses Medium leider nicht die notwendige Akzeptanz fand.

Sorgenkind Regulatorik

Regulatorik, Bankenabgabe, Eigenkapitalanforderungen wären zwar alles gut gemeinte Ansätze, „aber nicht gut gemacht. Regulatorik schießt für Banken unserer Güte deutlichst über das Ziel hinaus“, betont Walter Engelhardt. „Und das alles für Institute, von denen noch nie eine Bedrohung für die Stabilität der Finanzmärkte ausging.“

Vorstandsvorsitzender Manfred Göhring: „Wo sind denn die Mechanismen, die in den großen Bankhäusern der Welt die echten Risiken helfen zu vermeiden?“ In gleicher Weise könne man mittlerweile hinterfragen „ob der Grad des sogenannten Verbraucherschutzes durch noch mehr Dokumentation, und noch mehr bedruckte Seiten, seinen Zweck noch erfüllt. Unsere Feststellung, der Kunde liest das nicht mehr!“

Aber trotz allem Ärger über diese überbordende Bürokratie und Gängelung sei man auf der Höhe der Zeit. Bei der Kernkapitalquote (5,5 Prozent) übererfüllt man die Anforderungen um mehr als das Doppelte. Auch bei der Solvabilitätskennziffer und dem Kapitalplanungsprozess liege man deutlich im grünen Bereich. Göhring: „Selbst unter Zugrundelegung unserer ambitionierten Wachstumsziele im Kreditgeschäft übererfüllen wir die aufsichtsrechtlichen Anforderungen im Jahr 2019 deutlich.“

Neue SB-Filiale Leistungskraft und Leistungsfähigkeit zeigen sich auch in der Standortpolitik. So wurden über die letzten Jahre hinweg die Geschäftsstellen modernisiert. Der wichtiger Schritt ist – betriebswirtschaftlich fundiert – die Investition in eine neue SB-Filiale mit Beratungszeiten in Altenfurt. Auf diese Eröffnung hat man sich zwei Jahre vorbereitet und das Geschäftsgebiet mit einem mobilen Außendienst bearbeitet. Nun ist der Boden bereitet für Gebäude und Technik.

 

 

 

Manfred Göhring (Vorstandsvorsitzender), Walter Engelhardt (stellvertretender Vorstandsvorsitzender)

Quelle:

Der Bote März 2015

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